Sehschule

Sehen will gelernt sein

Was ist eine Sehschule?

In unseren Sehschulen beschäftigen wir uns mit der Früherkennung und Behandlung von Sehschwächen, Schiel­erkrankungen und Augen­bewegungs­störungen.

Dies geschieht in enger Zusammenarbeit von speziell ausgebildeten Orthoptistinnen mit dem Augenarzt.

Wir bieten derzeit an unseren Standorten Rendsburg, Neumünster und Henstedt-Ulzburg (ab Juli 2022) diese Spezial-Sprechstunden an.

Sehen lernen?

Unsere Kinder lernen Sehen, ebenso wie Laufen, Lesen, Schreiben, Fahrradfahren – was wiederum nur bei guter Sehleistung möglich ist.

Die Sehleistung entwickelt sich erst dann, wenn eine scharfe Abbildung im Auge besteht. Bei einigen Kindern ist diese Entwicklung gestört, was für den Laien unbemerkt ablaufen kann, weshalb eine Vorstellung in der Sehschule schon im Babyalter sinnvoll ist.

Durch frühzeitige Erkennung und Behandlung von Sehfehlern oder Schielerkrankungen ist meist eine seitengleich gute Sehleistung erreichbar.

Was sind OrthoptistInnen?

Mit viel Einfühlungsvermögen widmet sich unser Team aus OrthoptistInnen Patienten aller Altersgruppen.

Unser Ziel sind zwei starke Augen – welches wir durch Vorbeugung (Prävention), Erkennung (Diagnostik) und individueller Behandlung (Therapie) mit speziellen Kenntnissen der Augenbewegungen (Motorik) und der visuellen Verarbeitung (Sensorik) erreichen.

Durch ein umfassendes Erstgespräch, die Untersuchung des beidäugigen Sehens, die Überprüfung der Sehleistung sowie weiteren individuell angepassten diagnostische Maßnahmen, erfassen wir die Beschwerden jedes Patienten im Detail und können somit die Ursache ermitteln und mit einer individuell abgestimmten Therapie unseren großen und kleinen Patienten helfen.

Unsere OrthoptistInnen sind Mitglied im BOD, dem Berufsverband der OrthoptistInnen Deutschland. Hier finden Sie weitere detaillierte Informationen.

Die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen und Kongressen ermöglicht uns ein Arbeiten auf höchstem Niveau.

Wer wird behandelt?

Jede Altersgruppe wird in unserer Orthoptik betreut, wenn es um die Zusammenarbeit der Augen geht.

Schon Babys ab dem 4. Lebensmonat können unsere OrthoptistInnen dank modernster Technik und nonverbalen Untersuchungs­möglichkeiten behandeln.

Patienten aller Altersgruppen können plötzlich, durch eine Vielzahl von möglichen Ursachen (z.B. Schilddrüsen­erkrankungen, Schlaganfällen, Durchblutungs­störungen) anfangen zu schielen.

Sprechen Sie uns und/oder Ihren Kinder-/ Hausarzt gerne an.

Wann sollten Sie eine Sehschule aufsuchen?

Da in den kinderärztlichen U-Untersuchungen nicht immer eine Fehlsichtigkeit auffällt, empfehlen wir grundsätzlich eine frühzeitige kinder­augenärztliche Untersuchung mit integrierter Sehschule.

Wenn folgende Symptome oder Beschwerden bei Ihnen oder Ihrem Kind auftreten, sollte dies ebenfalls in der Sehschule untersucht werden:

  • Schielen
  • Doppelbilder oder verschwommenes Sehen
  • Blinzeln, Zwinkern, Zukneifen
  • Kopfschmerzen
  • Vorbei greifen und Stolpern
  • Konzentrationsprobleme
  • Leseunlust oder -störung
  • Kopfschiefhaltungen
  • Augenzittern, -brennen und -tränen

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

  • Angeborenes und erworbenes Schielen, Lähmungs­schielen; verdecktes (latentes) Schielen
  • Kopfschiefhaltungen bzw. Kopfzwangshaltungen
  • Sehschwächen
  • unterschiedliche Brechkraft beider Augen
  • Kopf- und Augenschmerzen
  • Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • neurologische, allgemeine und Schilddrüsen­erkrankungen mit Augenbeteiligung
  • Augenzittern
  • Doppelbilder

Was wird in einer Sehschule untersucht?

Um Störungen möglichst früh zu erkennen oder bereits aufgetretene Probleme zu behandeln, werden u.a. folgende Punkte untersucht:

  • die Augenstellung
  • die Sehschärfe
  • die Brechkraft beider Augen
  • die Zusammenarbeit beider Augen
  • das räumliche Sehen
  • die Beweglichkeit der Augen

Unsere Untersuchungen werden individuell und differential­diagnostisch auf Ihre Beschwerde­situation abgestimmt.

Warum ist die Sehschule für Kinder so wichtig?

Da das Sehen vorrangig im Baby- und Kleinkindalter erlernt wird, ist die Früherkennung und ein schneller Behandlungs­beginn wichtig für einen guten und schnellen Therapieerfolg.

Die gesamte motorische und kognitive Entwicklung Ihres Kindes hängt mit dem Sehen zusammen, daher sollte dies von Anfang an so gut wie möglich sein.

Helfen Sie mit – Sie öffnen Ihrem Kind die Augen:
wir untersuchen seinen Blick!

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen?

Die Ausstattung mit der richtigen Brille ist immer die Grundlage für alle weiteren therapeutischen Ansätze.

Die Untersuchung der Brechkraft bei Kindern lässt sich nur durch die Gabe von Augentropfen zur Pupillen­erweiterung ermitteln, ebenso die genaue Untersuchung des Augenhintergrundes (Funduskopie).

Wir führen nach Gabe der Augentropfen, welche individuell auf das Alter Ihres Kindes abgestimmt sind, eine objektive Messung (Skiaskopie) der Refraktion durch. Im Anschluss erhält Ihr Kind ggf. ein Brillenrezept.

Bei Kindern kommt häufig zusätzlich eine Abklebe-Behandlung (Okklusion) zur Verhinderung oder Behandlung einer Schwach­sichtigkeit (Amblyopie) zum Einsatz.

Wir begleiten Sie und Ihr Kind mit viel Geduld, engmaschigen Kontrollen und motivierenden Unterstützungs­materialien durch diese Zeit.

Auffällige oder funktionell beeinträchtigende Schielstellungen bedürfen ggf. einer operativen Korrektur.

Unser Team

Dr. med. Thomas Lischka
Dr. med. Thomas Lischka

Facharzt für Augenheilkunde, FEBO

Dr. med. Thomas Lischka

Schwerpunkte: Sehschule (Orthoptik), Kinderaugenheilkunde
Operationen: Schiel­operationen
Sprachen: Deutsch, Englisch
Standort: Neumünster

  • 2003 - 2008: Weiterbildung zum Facharzt für Augenheilkunde (Klinik- und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
  • 2008 - 2009: Facharzt (Klinik- und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf)
  • 2009 - 2011: Facharzt/ Funktionsoberarzt (Orthoptik, Neuroophthalmologie und Kinderophthalmologie, Universitäts- Augenklinik Bonn)
  • 2012 - 2017: Facharzt/Oberarzt/komm. Leitung (Ple- und Orthoptik, Klinik- und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf)
  • 2018 - 2019: Facharzt (Ausbildung Kataraktchirurgie; Gemeinschaftspraxis Dr. W. Kröncke & A. Zwick, Bremerhaven)
  • seit 2019: Oberarzt/ Leiter (Strabologie und Kinderophthalmologie, Universitätsklinik für Augenheilkunde, Pius-Hospital, Oldenburg (Oldbg.))
  • seit 2019: angest. Facharzt (azsh. Augenzentrum Schleswig-Holstein, Standort Neumünster)
  • seit 2021: angest. Facharzt (Augenarztpraxis Dr. Ilona Lischka, Hamburg)
Lara Ryyan El-Ghandour
Lara Ryyan El-Ghandour

Orthoptistin

Lara Ryyan El-Ghandour

Schwerpunkte: Sehschule (Orthoptik), Kinderaugenheilkunde
Sprachen: Deutsch, Englisch
Standort: Kiel

Helen Guerra
Helen Guerra

Orthoptistin

Helen Guerra

Schwerpunkte: Sehschule (Orthoptik), Kinderaugenheilkunde
Sprachen: Deutsch, Englisch
Standorte: Neumünster

  • 2008: Examen zur staatlich anerkannten Orthoptistin am Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf
  • 2008 - 2014: leitende Orthoptistin der strabologischen Abteilung des Medical-Eye-Care Center Hamburg
  • 2015 - 2022: Orthoptistin der AOB-Augenärzte (Standort Henstedt-Ulzburg und Hamburg Schnelsen)
  • seit 2022: Orthoptistin (azsh. Augenzentrum Schleswig-Holstein)
Carina Melzer
Carina Melzer

Orthoptistin

Carina Melzer

Schwerpunkte: Sehschule (Orthoptik), Kinderaugenheilkunde
Sprachen: Deutsch, Englisch
Standort: Rendsburg

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